A Scream into the Ether | Schande über mein Haupt
Wo sind sie hin? Wo kommen sie her?
Diese strömungen in mir. Mal ruhig und gelassen - und dann wieder will ein wildes Tier in mir erwachen.
Scham und Schande zerdrücken mich zu einem winzigen stück, Stolz und Ego erheben mich über alles.
Wenn da nicht offensichtlich wäre, was mich blendet?
Gibt es einen streit? Lässt er sich schlichten?
Hab ich anteil darain? Ist alles nur Einbildung?
Realität? Einerseits so klar und deutlich - doch andererseits bin ich dennoch wie verlassen in einer
Welt die keiner kennt.
Da bohrt etwas in mir. Den einen moment noch fühlt es sich tief und wahr an. Da ist etwas, dem ich auf
den Grund gehen müsste. Doch immer und immer wieder stellt sich heraus, dass dieses bohren lediglich
einer Grundlosen Anschuldigung entspringt. Denn wo finde ich letztendlich frieden und sicherheit?
Und ich finde sie doch. Ich meine zumindest.
Wenn ich nun also Frieden und Sicherheit in der Zuversicht in den Herrn finden kann - dann ist dass doch
schon eine gewisse Beziehung. Durch meine zuversicht wende ich mich Ihm wohl in dem ausmaß zu in welchem
Er sich mit der Beziehung Wohl genug fühlt um dieser mit Frieden und Sicherheit zu begegnen. Anders
ausgedrückt: Gottgegebene Sicherheit gleicht doch einer Umarmung des selben.
Taufe und Vereinigung mögen dabei auch zur Absicherung dienen - sodass man selbst eben nicht auf dumme
Gedanken kommt. Man hat also klare vorgaben an denen man sich ausrichten muss.
Und wenn wir anfangen zu meinen das Gott etwas müsste, und Gott dies eben nicht tut, dann sind es wohl
dennoch Erwartungen die ausserhalb dessen liegen, was allem voran zu stellen ist.
Nicht?
Ich will hier jetzt aber nicht predigen, sondern ich will schreien. Meinem Herz ist nach schreien
zumute. Vielleicht weil es meistens zu beschäftigt ist um sich mit dem ganzen mist ...
Dabei ... ach ja ... seufz ...
... sniff ...
[fängt an zu heulen]
Was hab ich denn aus meinem Leben? Was soll mich letztendlich befriedigen oder zumindest zufrieden
stellen? Alles was ich sehe sind anfänge ohne enden - verlorengegangenes Gut, treibgut ohne zuhause -
aber naja. So ist es halt. Wo gehobelt wird fallen späne. Und anscheinend haben wir Zeit.
Und sagt mir nicht, dass ich es ja wäre, der sich der Gemeinschaft entzieht.
Nungut. Es sei denn ... es gibt da eine Gruppe die könnte da ... naja, egal.
Oder nicht?
Wie soll ich sagen? Mich selbst ... interessiert es schon. Ich weiß aber nicht ... was ich machen
soll oder sollte.
Letztendlich sollte es auch egal sein.
Trotzdem fühle ich mich schuldig. Das ist wohl dieses bohren. Egal welchen fehler ich in mir sehe, vielleicht
setzt sich da etwas an meinen Sorgen fest.
Aber ja. Alleine ... komme ich irgendwie nicht klar.